Am Ende wurde es nochmal richtig eng, der doch der SV Glehn behält mit einem 4:3 (3:1)-Sieg über den FSV Vatan seine weiße Weste und bleibt in der laufenden Saison ungeschlagen. Maik Ferber (2), Fabian Zierau und Thomas Kallen sorgten für den fünften Saisonsieg, der durch Treffer von Kaan Orduzu, Yakup Göl und Enes Korkmaz bis zum Schlusspfiff auf der Kippe stand.
Diesen Dreier kann man unter der Kategorie „Arbeitssieg“ abheften und sich weiterhin freuen, ungeschlagen von Oben grüßen zu dürfen. Doch trotz des errungenen Erfolges bekamen die rund 200 Zuschauer, die auch wegen des neu eingeweihten Vision Boardes den Weg in den Glehner Sportpark fanden, einiges zu sehen. Sieben Tore, drei davon der Kategorie „Traum“, und Spannung bis zur letzten Minute mit einem glücklicheren Ende für die Truppe von Trainer Frank Lambertz.
Eben jener konnte das Wochenende wahrscheinlich nicht komplett zum Abschalten nutzen. Zu viele Fragezeichen und Ausfälle plagten vor Anpfiff den Glehner Kader, sodass erst am Spieltag selbst überhaupt klar war, wer wirklich zur Verfügung stehen würde. Dennoch konnte er auf eine schlagkräftige erste Elf zurückgreifen, die nach sechs Minuten allerdings erst einmal staunen durfte, als Enes Korkmaz den Ball über die halbe Hälfte der Glehner marschierte und ihn anschließend aus 20 Metern traumhaft im rechten Winkel des Glehner Tores unterbrachte.
Da die Hausherren sich mittlerweile nur zu gut mit Rückständen auskennen, wurde man nicht nervös und versuchte weiterhin, nach vorne zu spielen. Dies gelang durch zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel allerdings nicht immer. Einmal allerdings doch, als nach einem Kluth-Steckpass Glehns Nummer 18 frei vor dem Keeper der Neusser auftauchte, den Ball allerdings auf den schon am Boden liegenden Keeper schoss, anstatt ins Tornetz. Kurze Zeit später war es allerdings so weit und das Vision Board konnte den ersten Torschützen der Blau-Weißen anzeigen: Routinier und Kopfballungeheuer Thomas Kallen küsste den Ball mit seiner Stirnpartie nach einem Freistoß aus dem Halbfeld so, dass er wunderbar im langen Eck des Neusser Tores seinen Platz fand. Nur zwei Minuten später war das Spiel in der 24. Minute dann komplett gedreht, als Fabian Zierau, der ungewohnt schon in der ersten Halbzeit auflief, einen Freistoß humorlos und mit seiner Mischung aus purer Klasse und Willenskraft ins Tor der Türken hämmerte.
Glehn übernahm weiterhin die Spielkontrolle, während Vatan mit Kontern sein Glück erfolglos versuchte. So reichte Glehn ein langer Ball von Keeper Steen, der nach Kluths Verlängerung bei Maik Ferber landete. Dieser brachte den Ball ungestört und alleine zur 3:1-Führung unter. Ein Ergebnis, das Lucien Favre zu Recht immer als sehr gefährlich einzustufen wusste. Auf dem tiefen Naturrasen schienen die Kräfte der Gastgeber immer weiter zu schwinden, während es so schien, als hätte Vatan eben jene Kräfte neu gefunden. Vatan drückte und Glehn blieb vorne nicht zwingend genug und hinten zu offen, sodass in der 69. Minute Yakup Göl über die rechte Seite ungehindert in den Strafraum marschieren durfte und den Ball aus sieben Metern ins kurze Eck drosch.
Genau das, wovon eben solche Mannschaften zehren, und man ahnte schon das Schlimmste. Doch gerade in dieser Phase übernahm wieder Ferber die Verantwortung, nahm sich aus rund 23 Metern ein Herz und schoss den Ball zur Erleichterung der Glehner ins rechte obere Eck. Allerdings gab sich Vatan auch jetzt noch nicht geschlagen und versuchte weiterhin mit unermüdlichem Willen, das Spiel zu drehen. Glehn arbeitete und wehrte sich mit allen Mitteln. Sinnbildlich für den Glehner „Arbeitssieg“ war eine Grätsche von Abwehrbollwerk Kallen, welche direkt in einen Krampf durchs ganze Bein überging.
Dennoch schaffte es Vatan immer wieder vor das Glehner Tor. In der 81. Minute machte der eingewechselte Kaan Orduzu das Spiel zum wiederholten Male spannend, als er, nur mit Begleitschutz der Glehner Hintermannschaft, durch den Strafraum marschierte, mit einer gekonnten Finte Gegenspieler und Torwart aufsteigen ließ und trocken zum Anschlusstreffer einschob.
Ein Abnutzungskampf über die restliche Zeit begann. Glehn versuchte, den Ball mit allen Mitteln vom Tor fernzuhalten, Vatan drängte auf den Ausgleich. Dieser wäre auch kurz vor Ende noch möglich gewesen, allerdings schmiss sich Nico Panhuis mit aller Gewalt in den strammen Schuss und klärte ihn zur Ecke, welche am Ende auch zu keinem Torerfolg mehr führte. Somit behält Glehn auch im vierten Heimspiel der Saison die drei Punkte im Sportpark.
Dass die Tabellenführung aufgrund des besseren Torverhältnisses an den SV Rosellen abgegeben werden musste, schmerzt die Elf von Trainer Frank Lambertz nicht wirklich. Die Neusser sind gemeinsam mit dem SVG Gewinner dieses Spieltages, denn Verfolger Vorst (1:4 in Hoisten), Delhoven (1:1) gegen Straberg sowie Gierath und Büttgen, die sich beim 2:2 die Punkte teilten, ließen Zählbares auf der Strecke. Bereits am kommenden Freitag (2. Oktober) könnte der Platz an der Sonne mit einem Sieg über den Aufsteiger und Tabellenvorletzten SpVgg Gustorf-Gindorf zurückerobert werden.
Eine Stunde vor dem Anpfiff hatte Glehns 2. Vorsitzender Jürgen Dressler feierlich das neue Vision Board im Stadion an der Johannes-Büchner-Straße in Betrieb genommen. Seine provisorische Feuertaufe hatte die zwölf Quadratmeter große Anlage bereits während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer gefeiert, nun stellt die mit modernster, hochauflösender Technik ausgestattete LED-Anlage ein besonderes Alleinstellungsmerkmal für den SV Glehn und vor allem für den gesamten Rhein-Kreis Neuss dar.
Dadurch entsteht nicht nur für den Verein einen besonderen Mehrwert: Vor allem für die Unternehmen aus der Region bieten sich mit dem Projekt ganz neue Chancen, sich der breiten Öffentlichkeit in Echtzeit bzw. tagesaktuell zu präsentieren und einen Kundenkreis zu erschließen, der vormals nicht oder nur schwerlich erreicht werden konnte. Insofern bedeutet das Glehner 4x3 Meter große Vision Board einen Gamechanger für das Marketing im Breitensport – vom Personalmarketing über multimediale Imagewerbung bis hin zu interaktiven Gewinnspielen.
Schreib uns! Bei Fragen, Kritik, Anregungen oder Beschwerden. Oder was Du einfach schon immer mal loswerden wolltest. Wir kümmern uns. Alternativ kannst Du auch eine E-Mail an info@sv-glehn.de schreiben.
Der SV 1924 Glehn e.V. ist ein reiner Fußball-Verein aus Korschenbroich mit aktueller Rekordstärke von über 750 Mitgliederinnen und Mitgliedern. Im abgelaufenen Spieljahr 2025/26 haben wir 30 Mannschaften in allen Altersklassen im Jungen-, Mädchen-, Herren- und Damenfußball gestellt. Auch das ist eine neue Bestmarke, die wir mit Saisonbeginn 2026/27 weiter übertreffen werden.
Wir sind für die Förderung des Jugend- und Mädchenfußballs mehrfach mit dem „Stern des Sports“ durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgezeichnet worden. Für unsere Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsgrundschule Glehn wurde uns gleich viermal die „Sepp-Herberger-Urkunde“ durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verliehen, mehrere Vereinsmitglieder wurden zudem mit Ehrenamtspreisen ausgezeichnet. 2023 wurde uns seitens der Stadt Korschenbroich der Heimatpreis verliehen, 2024 zeichnete uns Frank-Walter Steinmeier mit der Verdienstplakette des Bundespräsidenten aus, 2026 erhielten wir das „Qualitätssiegel Kinder- und Jugendsport“ durch den Sportbund des Rhein-Kreises Neuss.
Wir sind kein „normaler“ Fußballverein, wir sind die „#thefootballfamily“ ...