Fotos von SV 1924 Glehn e.V.s Beitrag
Mannschaft der Stunde: Glehn siegt auch beim TuS GV 4:1 =
Die Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A ist der SV Glehn: Die Elf von Trainer Frank Lambertz feierte mit dem 4:1 (2:1) beim TuS Grevenbroich den vierten Sieg in Serie und schnuppert nach den Punktverlusten der „Big Five“ plötzlich sogar wieder am Aufstiegsplatz drei. Denn während Spitzenreiter Germania Grefrath nach dem Sieg in Delhoven fast sicher mit dem Gang in die Siebtklassigkeit rechnen kann, leisteten sich Verfolger DJK Novesia (2:3 in Grimlinghausen) und Sportfreunde Vorst (1:2 gegen Wevelinghoven) bittere Niederlagen im Aufstiegsrennen.
Gerade einmal 24 Sekunden waren im Orkener Bendsportpark, der aktuellen Ausweichspielstätte für den TuS, gespielt, da gingen de Gäste durch den siebten Saisontreffer von Kapitän Jonah Kluth in Führung. Simon Jansen hatte Kevin Geringer über rechts auf die Reise geschickt, der passte präzise in den Strafraum, wo die Direktabnahme des 19-jährigen noch leicht unhaltbar für TuS-Keeper Niklas Bier abgefälscht wurde.
Im Anschluss behielten die Blau-Weißen zwar die Spielkontrolle, ohne sich aber zunächst weitere Großchancen zu erspielen. Nach 20 Minuten verflachte die Partie aber zusehends, zumal der TuS besser in die Partie kam, gegen aufmerksame Glehner aber offensiv nicht viel zustande brachte. Im dritten Versuch verdoppelte Glehn in der 33. Minute die Führung, nachdem zunächst Gian Rustemov mit einem Heber an Bier scheiterte und der Nachschuss von Kluth noch vor der Linie geklärt werden konnte. Letztlich war es dann Youngster Dane Siewierski, der den Ball zum 0:2 ins lange Eck schlenzte.
Danach verhinderte Grevenbroichs Nummer Eins das 0:3 mit einer Glanzparade gegen Jansen, der einen Freistoß aus 23 Metern mit Vehemenz auf das Gehäuse von Bier setzte (39.). Vollkommen überraschend gelang den Schlossstädtern aber in der 42. Minute der Anschlusstreffer, als Justin Weber einen Freistoß in den Glehner Strafraum flankte und Telmo Leal Miudo relativ unbedrängt zum 1:2 einköpfen durfte.
Nach dem Seitenwechsel hatte sein Bruder Sandro gar das 2:2 auf dem Fuß, doch nach einem Fehler im Glehner Spielaufbau verhinderte Sebastian Steen im Rückwärtslaufen gegen den Heber von Grevenbroichs Nummer 6 mit einer Glanztat den möglichen Ausgleich. Der hätte dann aber auch nach der anschließenden Ecke durch Telmo, der den Ball nur knapp verfehlte, fallen können.
Danach waren die Glehner wieder an der Reihe: Darian Hmasaleh, nach abgelaufener Sperre wieder mit von der Partie, scheiterte nach Rustemov-Pass an Bier (49.), zwei Minuten später war es erneut der gute Torwart, der einen Kopfball von Ardian Fazlija nach Rustemov-Freistoß erneut mit einem Reflex über die Latte lenkte. Der 27-Jährige verhinderte in der 54. Minute auch das 1:3 durch Kluth. Zwei Minuten später war es dann aber Rustemov, der gegen den aufgerückten Bier aus 30 Metern den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte und damit eine kleine Vorentscheidung herstellte.
Dennoch ließen sich die „Roten“ nicht hängen und versuchten mit allen Mitteln, den erneuten Anschluss herzustellen. Die beste Möglichkeit hatte Telmo Leal Miudo, der einen der ungewöhnlich vielen Fehler im Glehner Aufbauspiel ausnutzte, aber am prächtig aufgelegten Steen, der den Ball an den Außenpfosten lenkte, scheiterte (66.). Vier Minuten danach hatte Kluth die Entscheidung auf dem Fuß, doch Glehns Nummer 10 setzte die Hereingabe von Tobias Erkes über das Tor.
Das 4:1 fiel dann aber in der 78. Minute durch Siewierskis zweiten Treffer, der nach einem überragenden Solo gegen fünf Gegenspieler vier Minuten später gar das 5:1 hätte erzielen können, doch Bier wehrte den Schuss ebenso ab wie das Nachsetzen von Erkes. Den Schlusspunkt bildete dann der Freistoß von Yurii Komiahin in der 87. Minute an den Außenpfosten.
Durch den Erfolg verkürzte sich der Abstand auf Aufstiegsrang drei auf „nur“ noch fünf Zähler. Bereits am kommenden Donnerstag (23. April/20.00 Uhr) könnte Glehn weiter Druck auf die Aufstiegsränge ausüben, wenn der SV Rosellen zu Gast im Glehner Sportpark ist. Die siebtplatzierten Neusser holten am Sonntag gegen die SG Orken-Noithausen einen 0:3-Rückstand zum 3:3-Remis auf.