**Feierlaune nach packendem Saisonfinale: Glehn triumphiert über Novesia und sichert gleichzeitig deren Aufstieg**
5:3 gegen Novesia – doch am Ende feierten beide Teams =
Nach Abpfiff des letzten Saisonspiels gegen die DJK Novesia gab es nur strahlende Gesichter auf dem Platz. Die Gastgeber feierten mit dem 5:3 (3:1) über die Neusser einen gelungenen Abschluss einer starken Saison, während die DJK doch noch den schon verloren geglaubten Aufstieg in die Bezirksliga verbuchen konnte. Dane Siewierski setzte sich mit vier Toren und insgesamt 22 Saisontreffern die Torjägerkrone auf, den 1:0-Führungstreffer hatte Kevin Geringer erzielt. Für Novesia trafen Nico Syska, Timo Arvanitidis und Christian Bergmayer.
Denn eigentlich war die Truppe von Trainer Darius Ferber davon ausgegangen, dass nur ein Sieg im Glehner Sportpark den sicheren Aufstieg bedeuten würde. Der nur einen Zähler entfernte Konkurrent VfR Büttgen spielte zeitgleich auf der Novesia-Anlage im Neusser Jahnstadion gegen den Abstiegskandidaten FSV Vatan und vergab mit der 0:1-Niederlage die Glehner Steilvorlage. Der Jubel auf der Neusser Bank und bei deren Anhang kannte keine Grenzen mehr, als Yuki Nakagawa mit dem 1:0 für Vatan in der Nachspielzeit die letzten Zweifel am eigenen Aufstieg beseitigte.
Zuvor hatte Novesia in Grefrath und gegen Wevelinghoven zwei Matchballe liegen lassen. Sichtlich nervös und gehemmt starteten die „Novesen“ daher in die Partie in Glehn, um nach zwei Minuten durch Geringer nach feiner Vorarbeit von Gian Rustemov mit dem 1:0 für die Hausherren den nächsten Rückschlag hinnehmen zu müssen. Die Gesichter bei den Neussern wurden noch länger, als Siewierski nach sechs Minuten nach Geringer-Pass auf 2:0 stellte und nach Siewierskis 3:0 (31.) nach einem fatalen Schnitzer in der Novesia-Abwehr ließen die Rot-Weißen die Köpfe vollends hängen.
Ein unglückliches Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter Adrian Liebetrau und seinem Assistenten Eyyüp Durmaz brachte die Gäste in der 37. Minute zurück in die Partie als Durmaz nach einem Foulspiel an Tim Beineke die Fahne hob, aber von seinem Chef überstimmt worden war. Die daraus resultierende Verwirrung in der Glehner Abwehr nutzte Syska zum 3:1-Pausenstand.
Den Abstand auf Glehn hätte unmittelbar nach dem Seitenwechsel Saverio Amoroso weiter verkürzen können, doch der bullige Sturmführer der DJK traf mit links aus der Drehung nur den Pfosten. Quasi im Gegenzug stellte Siewierski mit dem 4:1 den alten Drei-Treffer-Abstand wieder her. Glehns Youngster, der zum Oberligisten Holzheimer SG wechseln wird, profitierte dabei, dass sein Schuss von Novesias Kapitän Sebastian Lohr unhaltbar abgefälscht wurde.
Novesia gab aber nicht auf und verkürzte auf 4:2 durch den ehemaligen Glehner Arvanitidis (56.) und gar auf 4:3 durch einen Kunstschuss von Altmeister Bergmayer (71.). Zu diesem Zeitpunkt waren noch 20 Minuten zu spielen und bei den aufopferungsvoll um jeden Ball kämpfenden Gastgebern schienen die Kräfte zu schwinden. Allerdings ließ Novesia fortan zwingende Aktionen vermissen, während Rustemov das 5:3 auf dem Fuß hatte, aber nur die Unterkante der Latte traf. Mit dem 5:3 von Siewierski gegen eine erneut aufgerückte Novesia-Abwehr schwand der Glaube der Gäste, die Partie noch drehen zu können. Die Gelb-Rote Karte für Miguel Lopes Ferreira in der Nachspielzeit fiel dann nicht mehr ins Gewicht, ehe Nakagawas Treffer die Stimmung bei den 1919ern komplett ins Gegenteil verkehrte.
Mit dem Erfolg festigte der SV Glehn nach zuvor vier Niederlagen in Serie den sechsten Tabellenplatz, den Trainer Fank Lambertz als vollen Erfolg wertete: „Vor der Saison hat man dieser jungen Truppe nicht viel zugetraut. Jetzt sind wir guter Sechster, haben einen Aufsteiger beide Male besiegt und auch so Spuren in der Liga hinterlassen. Jetzt tanken wir unsere Kräfte auf und dann darf es nächste Saison vielleicht noch ein Stückchen höher gehen.“