Gefühlter Sieg für Glehn beim 3:3 in Vorst =
Ein Remis, das sich wie ein Sieg anfühlt: Der SV Glehn entführt beim 3:1 (1:3) bei den Sportfreunden Vorst nach einem 1:3-Rückstand einen Zähler und verpasst den Schwarz-Weißen nach zuvor acht Siegen in Serie einen Dämpfer im Abstiegskampf. Dane Siewierski schnürte beim bisherigen Tabellenzweiten einen „Doppelpack“, zuvor hatte Kevin Geringer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich getroffen.
Dabei musste die Elf von Trainer Frank Lambertz auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Neben den gesperrten Sebastian Steen und Darian Hmasaleh fehlten „Arbeitsbiene“ Mirco Tenten und Thomas Burbach und Tobias Erkes aus unterschiedlichen Gründen. Im Abwehrzentrum verteidigte daher zunächst Philip Erkes neben Simon Jansen.
Die Gastgeber kamen zunächst deutlich besser in die Partie: In der 7. Minute verfehlte Kapitän Dennis Meyer noch mit einem Schuss das Glehner Gehäuse, acht Minuten später führte seine Hereingabe, die Vorsts Nummer 11 noch von der Torauslinie kratzte, dann aber zur 1:0-Führung durch Sadi Abu Hamoud. Mit ihrer ersten Torchance glichen die Glehner dann zum 1:1 aus, als nach einer guten Spieleröffnung Kapitän Jonah Kluth Geringer auf die Reise schickte und Glehns Linksaußen überlegt an Torhüter Patrick Rudolph vorbei ins lange Eck abschloß (22.). Doch postwendend gingen die Sportfreunde wieder in Führung, als nach einem Foul im Strafraum Sedat Yaldirak den fälligen Elfmeter gegen Luca Hüttges in der 26. Minute sicher verwandelte.
Glehn blieb aber im Spiel: Einen Freistoß von Erkes verlängerte Gian Rustemov mit dem Kopf auf Kluth, der aber freistehend vor Rudolph nicht mehr ausreichend Druck auf den Ball bekam und so die Riesenchance zum erneuten Ausgleich vergab (29.). Vier Minuten später prüfte Geringer Rudolph aus halblinker Position. Als Vorst mit dem 3:1 durch den zweiten Treffer von Abu Hamoud kurz vor dem Seitenwechsel auf zwei Tore davonzog, schien die Partie vorentschieden. Doch Glehn hatte noch vor dem Seitenwechsel die Chance zum Ausgleich durch Rustemov nach Vorarbeit von Jonas Jurczyk (45.+1).
Nach der Pause verlegte sich die Elf von Trainer Patrick Ohligschläger auf Konterfußball und überließ den Blau-Weißen den Ballbesitz. Die konnten damit aber zunächst nicht viel damit anfangen und leisteten sich die eine oder andere Ungenauigkeit im Spielaufbau, die Hammoud fast mit dem 4:1 bestraft hätte (54.). Danach kam der SV Glehn immer besser ins Spiel und erzielte durch Siewierski in der 63. Minute den Anschlusstreffer. Rustemow hatte großartig vorbereitet und Glehns Nummer 7 tanzte in bester Jay Jay Okocha-Manier den Vorster Schlussmann kurz vor dem Fünf-Meter-Raum aus.
In der 77. Minute sorgte ein Geniestreich von Siewierski, der einen tiefen Ball von Erkes direkt gegen die Laufrichtung von Rudolph ins lange Eck zum 3:3 verwandelte, für den zu diesem Zeitpunkt mehr als verdienten Ausgleich. Vorst antwortete darauf mit wütenden Attacken, mehr als ein Schuss von Yaldrirak (81./drüber) und ein Kopfball von Meyer, der das Gehäuse knapp verfehlte, sprang aber nicht mehr heraus.