Fotos von SV 1924 Glehn e.V.s Beitrag
Glehn dreht in der Schlussphase die Partie gegen Straberg =
Glücklich, aber letztlich nicht unverdient: Der SV Glehn feiert im vierten Spiel den ersten Sieg in 2026 und schlägt den FC Straberg durch drei Treffer in der Schlussphase noch 3:1 (0:1). Thomas Kallen, Geburtstagskind Tobias Böhme und Zayd Khattabi sorgten für Jubelstürme auf Seiten der Gastgeber, nachdem die Rot-Schwarzen durch ein Traumtor von Kevin Korn vor der Pause in Führung gegangen waren.
Denn lange Zeit fand die Elf von Trainer Frank Lambertz kein Mittel gegen einen kompakt stehenden Gegner, der in der zweiten Spielhälfte bis zur 78. Minute keine Chance der viel Ballbesitz ausgestatteten, aber ideenlos agierenden Glehner zuließ. Dann war es Kallen, der einen Freistoß von Simon Jansen zwar freistehend erwischte, aber zu wenig Druck auf den Ball brachte. Der Altmeister hatte drei Minuten später nach Vorarbeit von Tobias Erkes den Ausgleich auf dem Fuß, setzte den Ball aber per spektakulären Seitfallzieher nur knapp am Dreieck vorbei.
Zwei Minuten vor dem regulären Spielende war es dann aber soweit, als der 35-Jährige Routinier einen auf das Tor gezogenen Jansen-Freistoß irgendwie über die Linie zum 1:1 bugsierte. Der Ausgleich setzte nochmals Kräfte frei, denn nach einer erneuten Hereingabe von Jansen kam der Ball über Kevin Geringer zu Tobias Böhme, der den Ball aus der Drehung zwar nicht vollständig traf, was aber trotzdem ausreichte, um Schlussmann Lukas Hermes ein zweites Mal zu überwinden (90.). Der kurz zuvor eingewechselte Khattabi setzte dann in der fünften Minute der Nachspielzeit den Deckel auf die Partie. Der Youngster erkämpfte sich zunächst gemeinsam mit Kapitän Jonah Kluth den Ball im Mittelfeld und war dann rechtzeitig per Abstauber zur Stelle, als Hermes einen Schuss von Dane Siewierski nur nach vorne abprallen lassen konnte.
Strabergs Vorsitzender Berthold Mertes war nach dem Spiel enttäuscht, dass die gute Leistung seiner Truppe nicht mit einem Punktgewinn belohnt wurde: „Dafür, dass wir heute ohne Stürmer angetreten sind, haben die Jungs das richtig gut gemacht. Ein Punkt wäre schon verdient gewesen“, so Mertes, dessen Sohn Paul, immerhin schon siebenfacher Torschütze in der laufenden Saison, urlaubsbedingt fehlte.
Dass die Dormagener überhaupt in die Nähe eines Punktgewinns kamen, lag einerseits an Korns Volleyschuss in den Winkel, andererseits aber auch an der mangelnden Chancenverwertung der Blau-Weißen vor dem Seitenwechsel: Bereits nach fünf Minuten hätte Thomas Burbach freistehend nach Kluth-Vorlage das 1:0 erzielen können, doch Glehns Linksfuß setzte den Abschluss zu zentral. In der 19. Minute blieb Hermes zweimal Sieger gegen Florian Türk, als Strabergs Nummer Eins zunächst Türks Abschluss nach Freistoß glanzvoll parierte und auch beim Nachsetzen des Glehner Mittelfeldspielers zur Stelle war.