
Der Umbruch in der vergangenen Saison 2025/26 wurde erfolgreich bewältigt - jetzt richten sich die Blicke der 1. Herren klar in Richtung Spitzengruppe der Kreisliga A: Nach dem sechsten Tabellenplatz mit einem runderneuerten jungen Team darf es für die Verantwortlichen ruhig noch ein Stückchen weiter nach oben gehen. Dafür ist dem SV Glehn für den Ausbau seiner Vereinsstrukturen ein spektakulärer Coup gelungen: In Jörg Ferber übernimmt ab dem Saisonstart eine der namhaftesten Persönlichkeiten in der Fußballszene des Rhein-Kreises Neuss die neu geschaffene Position der sportlichen Leitung für den Herrenfußball in der #thefootballfamily. Bis zum Saisonende 2025/26 war der 57-Jährige mit zweijähriger Unterbrechung bei der DJK Gnadental insgesamt fünf Jahre in vergleichbarer Position für den Landesligisten SC Kapellen tätig.
„Ich freue mich sehr, dass Jörg sich für uns entschieden hat“, sagt Glehns Vorsitzender Norbert Jurczyk, der darauf verweist, dass in Glehn die Uhren schon einmal deutlich anders ticken. „Ich glaube, gerade dies macht die Aufgabe für Jörg so spannend. Bei uns sprudelt es nur so von Ideen und Projekten und wir brauchen dringend jemanden, der uns hilft, die dafür erforderlichen Strukturen zu schaffen und auszubauen. Mit seiner großen Fachkenntnis und seinem Netzwerk ist Jörg genau der richtige“, so Jurczyk.
In der Tat kennt Ferber alle Facetten des Geschäfts: Als Spieler war der Linksfuß, der bei Borussia Fulda in der 3. Liga, bei Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, dem Rheydter SV oder dem VfR Neuss meist in der höchsten Amateurklasse unterwegs war, sich nicht zu schade, im fortgeschritten Fußballeralter auch in der Kreisliga die Schuhe zu schnüren. Als Trainer hat Ferber Stationen bei Bayer Dormagen, dem VfR Neuss, dem TuS Grevenbroich sowie in Hoisten, Gnadental in Kapellen in seiner Vita stehen, ehe es ihn in den strategischen Bereich zog.
„Die Gespräche mit dem Vorstand haben mich schwer beeindruckt“, sagt Ferber. „Der Verein hat sich eine tolle Philosophie verordnet und lebt diese auch mit großer Begeisterung aus. Hier möchte man sich sportlich, organisatorisch aber auch gesellschaftlich nachhaltig entwickeln und die Zukunft des Clubs auch langfristig auf eine solide Basis sichern. Ich denke, da kann ich mit meinen Kompetenzen bei der Umsetzung helfen und nehme diese Herausforderung sehr gerne an“, sagt der in Hoisten beheimatete Neusser, der sich auf eine intensive Zusammenarbeit mit Jurczyk & Co. beim SV Glehn freut.
Intensiv verlaufen auch die Gespräche für die Zusammenstellung des Kaders 2026/27, der in Dane Siewierski allerdings einen schmerzhaften Abgang zu verkraften hat: Den Youngster, mit 26 Treffern Torschützenkönig in der abgelaufenen Saison, zieht es zum Oberligisten Holzheimer SG. Dafür hat der Verein in Daniel Foerster den „Bomber“ der Kreisliga B aus Weckhoven, der sage und schreibe 61 Tore in der vergangenen Spielzeit erzielt hat, geholt. Dazu kehrt Goalgetter Fabian Zierau nach einjähriger Verletzungspause mehr als hungrig auf Tore in den Kader zurück.