Rot für Schmitz lässt Partie gegen Rosellen kippen

Christian Schmitz sah die Rote Karte

     Wenn schon einmal der Wurm drin ist, dann aber richtig: Bis zur 35. Minute hielt der SV Glehn die Partie gegen den SV Rosellen offen, Dann sah Keeper Christian Schmitz nach einem Handspiel außerhalb des Strafraumes die Rote Karte und war damit mitentscheidend für die letztlich deutliche 0:5 (0:2)-Schlappe gegen den Kreisliga-B-Aufsteiger aus Neuss. Zu allem Überfluss sah Youngster Jonas Jurczyk in der 79. Minute auch noch „Gelb-Rot“.

     Die Truppe von Trainer Thomas Maaßen war vor Beginn der Partie wieder einmal arg gebeutelt. Neben den verletzten Stefan Schmitz, Eren Otlu, Lukas Beil und Rene Rothausen fehlten dann auch noch die urlaubenden Thomas Kallen und Philipp Homberg. So standen in Jurczyk, Enrico Dautzenberg und Luca Peters wieder drei A-Jugendliche in der Startformation. Nach der deutlichen 1:5-Niederlage in der Vorwoche sannten die Gastgeber auf Wiedergutmachung und erspielten sich bei sommerlichen Temperaturen im Oktober ein leichtes Chancenplus. Dann brachte Schmitz‘ Reflex, der im Herauslaufen vor dem aus dem Abseits gestarteten Rosellener Stürmer an den Ball kam, allerdings knapp 20 Meter vor dem Tor die Hände benötigte, die Ordnung im Glehner Spiel durcheinander. Am wenigsten schuld daran war Ersatzkeeper Simon Höch, der ebenfalls als A-Jugendlicher sein Debüt im Seniorenbereich feierte. Den fälligen Freistoß parierte der Nachwuchsmann noch sicher, gegen das 0:1 von Daniel Urban war Höch dann machtlos. Der Rosellener Abwehrmann durfte sekundenlang durch die Glehner Abwehr spazieren und platziert von der Strafraumgrenze abschließen (39.). Eine weitere Unordnung in der Glehner Defensive nutzte Jena-Claude Mangangula mit dem Pausenpfiff zum 0:2.

     Maaßen haderte in der Pause mit dem „Fußball-Gott“: „Ich frage mich die ganze Zeit, was ich verbrochen habe, dass hier alles gegen uns läuft“, klagte der Glehner Chefcoach. Die Misere im Glehner Spiel verstärkte dann auch noch Schiedsrichter Tim Brüster, per se eigentlich einer der besten seiner Zunft im Kreisgebiet. Der Unparteiische ließ nicht nur viele Abseitsstellungen der sich stetig im Grenzbereich bewegenden Rosellener Stürmer ungeahndet, auch sonst entschied Brüster viele strittige Situation gegen die „Blauen“. Trotz aller widrigen Umstände versuchten die Glehner Jungs dann doch noch das Unmögliche möglich zu machen. Niklas Jonas sendete in der 50. Minute mit einem Alleingang und einem Torabschluss aus 20 Metern das erste Signal, zehn Minuten später hätte eigentlich der Anschlusstreffer fallen müssen, doch eine schöne Kombination über die bis zur Erschöpfung rackernden Simon Hilliges und Rainer Hoffmann kam zu Marvin Demasi, der aus kurzer Distanz aber an Keeper Tobias Schriddels scheiterte.

     Auf der Gegenseite hätte Rosellen aber schon frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. Gegen eine offensiv verteidigende Glehner Abwehr erspielten sich die „Schwarzen“ unter häufiger Umgehung der Abseitsregel eine Handvoll „Hundertprozentige“. Für die Entscheidung sorgten dann aber erst zwei Szenen in der 78. Minute: Zunächst konnte die Glehner Abwehr das 0:3 durch Lirim Iberdemaj nicht verhindern, dann sah Jurczyk nach zwei Fouls an der Seitenauslinie eine sehr harte wenngleich vertretbare Gelb-Rote Karte. Und wenn dann gar nichts mehr funktioniert, dann schießen die Glehner das 0:4 durch den eingewechselten Christoph Jansen auch noch selbst (83.). Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass die Hereingabe von der linken Seite aus deutlicher Abseitsposition erfolgte. Beim 0:5 durch den zweiten Treffer von Mangangula offenbarte Glehn dann kurz vor dem Spielende Auflösungserscheinungen.

     Für die kommende Woche sind die Aussichten auf Besserung nach der sechsten Niederlage in Serie eher gering: Der SV Glehn muss zum Tabellenführer DJK Novesia, der allerdings am Sonntag nicht über ein 0:0 beim 1. FC Grevenbroich-Süd hinauskam, reisen. Danach erwarten die Glehner den Tabellensiebten TuS Hackenbroich an der Johannes-Büchner-Straße.

 

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