1:2 - Wevelinghoven entführt alle drei Punkte aus Glehn

   Der SV Glehn hat das erste von vier Abstiegs-Endspielen gegen den BV Wevelinghoven 1:2 (0:1) verloren. Für die Elf des Trainerduos Markus und Stefan Drillges traf Stephan Janßen per Handelfmeter. Bedingt durch die Punktgewinne der Konkurrenz rutschte der SVG damit wieder auf den letzten Tabellenplatz ab, behält aber im Kampf um den Klassenerhalt weiter alle Chancen.

     Die Gäste hatten aufgrund des parallel stattfindenden Maimarktes in Wevelinghoven mehrfach versucht die Partie vorzuverlegen, was der SV aber aufgrund mangelnder Zusagen der Spieler nicht zusagen konnte. Trotzdem hatten die Gastgeber auf einen eher weniger motivierten Gegner, für den es auf Tabellenplatz sechs nur noch um die „goldene Ananas“ geht, gehofft. Diese Hoffnung sollte sich schnell als unberechtigt erweisen, das Team von Michael Ende ging, angetrieben durch den Trainer, mit voller Motivation in die Partie. Von Beginn an konnte man beiden Mannschaften den Siegeswillen anmerken. Mit breiter Brust und top motiviert wurden die Zweikämpfe angenommen und keine Zeit für Abtasten verschwendet. Besonders Wevelinghoven fiel in der Anfangsphase durch einige grobe Fouls auf, die die junge Schiedsrichterin Christina Junkers nicht zu sanktionieren wusste. Wie schon in der Vorwoche in Hackenbroich hatte die Unparteiische Schwierigkeiten mit dem Tempo der Partie und vor allem in der Zweikampfbeurteilung und bei Abseitsstellungen. Torchancen waren hingegen auf beiden Seiten in den ersten 15 Minuten nicht zu verzeichnen, beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld weitestgehend gegenseitig.

     In der 19. Spielminute hatte Glehn die erste gute Chance des Spiels. Marvin Demasi konnte sich gut an Strafraum durchsetzen, zielte aber etwas zu ungenau, so dass der Ball knapp am linken Winkel vorbei flog. Zwei Minuten später entschärfte Glehns Keeper Sebastian Steen einen Ball aus spitzem Winkel, danach verflachte das ausgeglichene Spiel wieder bis zur ersten Trinkpause bei sommerlich heißen Temperaturen nach 30 Minuten.  Kurz nach der Unterbrechung hatte erneut Demasi die Möglichkeit die Führung zu erzielen, traf den nach einem Querschläger rotierenden Ball volley aber nicht gut genug um ihn aufs Tor zu bringen.

     Für den ersten Treffer des Spiels sorgte dann in der 39. Minute Glehns Innenverteidiger Sebastian Kehls. Leider aber auf der falschen Seite. Nach einer scharfen Flanke wollte der ansonsten gut aufgelegte „Ska“  den Ball mit dem Kopf klären, hatte aber in vollem Lauf Schwierigkeiten den Ball früh genug zu erreichen. Der nur leicht berührte Ball ging dann aus kurzer Entfernung unhaltbar in das eigene Tor. So ging es leider mit einem unglücklichen 0:1 in die Halbzeitpause.

     Unverändert kamen beide Mannschaften aus den Kabinen und sofort wurde wieder intensiv gearbeitet. Diesmal hatte Wevelinghoven etwas mehr Zugriff und konnte bereits in der 49. Minute das zweite Tor des Tages erzielen. Nach einem gut gespielten Angriff tauchte Tim Gauls mit dem Ball schräg vor dem Glehner Tor auf und konnte das Leder am chancenlosen Steen vorbei ins Tor schießen. In der Folge ließ Glehn sich zunehmend in der eigenen Hälfte einschnüren. Die Gäste schienen den Sack zumachen zu wollen und drängten auf den dritten Treffer. Glehn war der Schock anzumerken, so dass keine spürbare Entlastung erzeugt werden konnte.

     Erst in Minute 68 kam Glehn das erste Mal in der zweiten Hälfte gefährlich auf das Tor der Gäste und hätte um ein Haar den Anschlusstreffer erzielt. Den aus dem Getümmel heraus auf das Tor gebrachte Ball konnte aber vom Wevelinghovener Keeper Alexander Höchst sehenswert zur Ecke gelenkt werden. Wenige Minuten später hielt der Torwart nach einer ähnlichen Situation den Schuss von Garri Zigunov sogar fest. Glehn stemmte sich nun noch mal gegen die drohende Niederlage. 

     Nach der letzten Trinkpause hatte Glehn dann noch mal 15 Minuten Zeit zumindest noch auf einen Punkt hinzuarbeiten. Leider gelang das aber nicht mehr. Wevelinghoven hatte noch zwei gute Chancen den Vorsprung auszubauen, Stehen konnte dies aber mit seiner stoischen Ruhe in den Eins-gegen-eins-Situationen verhindern.

     Nach mehreren diskussionswürdigen Zweikampf-Entscheidungen Junkers bekam Glehn einen Elfmeter zugesprochen. Der Strafstoßpfiff nach einem Schuss, der aus kurzer Distanz die Hand eines Grevenbroicher Abwehrspielers berührte, war ebenso fragwürdig. Kapitän Stephan Janßen verwandelte sicher unten links und verschaffte seiner Elf damit nochmals Hoffnung. Eine Minute später verhinderte Steen erneut das dritte Tor für Wevelinghoven. Glehn hatte danach leider keine Chance mehr auf den Ausgleich und so endete das Spiel mit einem knappen aber verdienten Auswärtssieg für den BVW. 

     „Leider war heute nicht mehr drin für Glehn. Gegen eine Spitzenmannschaft aus der Kreisliga A wäre ein Sieg sicher auch eine Überraschung gewesen, wenngleich ab und an ein Punkt möglich erschien“, sagte Glehns „Vize“ Patrick Förster nach der Partie. „Wohin die Reise für den SV geht, werden die nächsten Wochen zeigen. Nach den wichtigen beiden Spielen gegen Delrath in der kommenden Woche und gegen Vorst nach Pfingsten werden wir wissen, ob der Klassenerhalt noch gelingt. Moral und Einstellung vom Team um das Trainerduo Drillges stimmt auf jeden Fall.“

 

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