Nach Derbysieg alle Trümpfe in der eigenen Hand

Garri Zigunov erzielte den Glehner Siegtreffer

     Die Glehner Fußballwelt darf weiter auf das Wunder hoffen: Mit dem 1:0 (0:0) im Derby beim VfR Büttgen fuhr die Elf von Trainer Markus Franken den dritten Sieg ohne Gegentreffer in Serie ein und behält im Abstiegskampf der Kreisliga A damit weiter alle Trümpfe in der eigenen Hand. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen bei der DJK Hoisten und dem 1. FC Grevenbroich-Süd würde der SVG zum dritten Mal in Serie auf der Zielgeraden die Klasse halten können. Siegtorschütze war Garri Zigunov, der nach dem Seitenwechsel für Glehn traf.

     Auf dem saftigen Naturgrün versuchten die Gäste in einem von Beginn an hart umkämpften aber nie unfairen Derby die in schwarz spielenden Gastgeber früh unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Da auch Büttgen Ähnliches versuchte, wurden zunächst vornehmlich lange Bälle gespielt. Die erste gute Gelegenheit nach einem gelungenen Spielzug hatte Kapitän Christian Böhme (12.), der von der rechten Seite von  Zigunov bedient wurde und aus 16 Metern frei zum Abschluss kam. Sein zu harmloser Schuss konnte aber ohne Probleme von Torwart Henning Welp entschärft werden. Kurze Zeit später hatte der wiedergenesene Eren Otlu eine große Chance zur Führung: Nach schönem Zuspiel lief er frei auf Welp zu, der dann aber im Eins gegen Eins die Oberhand behielt.

     Büttgen seinerseits sorgte insbesondere bei Standards für latente Torgefahr, diese konnten aber alle mehr oder weniger sicher von der Gästeabwehr geklärt werden. Richtig eingreifen musste Torwart Stefan Schmitz im ersten Durchgang nicht. „Wir hatten noch zwei Abschlüsse von Marvin Demasi jeweils von der Strafraumgrenze zu verbuchen, die aber erneut von Welp pariert werden konnten. So ging es mit leichten Feldvorteilen und einem Chancenplus, aber ohne Zählbares in die Halbzeitpause“, sagte Spielführer Böhme nach der Partie.

     Nach der Pause entwickelte sich das Spiel offener mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Zunächst kratzte Welp einen strammen Schuss von Otlu aus dem Winkel, anschließend parierte Schmitz stark gegen Marcel Kotzur, der aus fünf Metern frei zum Abschluss kam. In der 54. Minute fiel dann die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung: Nach einer Standardsituation konnte Büttgen den Ball nicht richtig klären, Simon Hilliges flankte von links in den Strafraum, wo drei Glehner auf Höhe des Elfmeterpunktes nur einen Gegenspieler hatten. Zigunov setzte sich gegen diesen durch und mogelte den Ball dann auch am herausstürmenden Welp vorbei ins Tor. Danach erhöhte Büttgen, das in der Hinserie noch in Glehn 2:0 siegreich blieb, den Druck und kam durch die Brüder Bülbül zu guten Chancen, die aber den Kasten letztlich verfehlten.

     Die Glehner ihrerseits verpassten es, die sich zahlreich ergebenden Konterchancen erfolgreich abzuschließen. Die beste Gelegenheit zur Vorentscheidung hatte der eingewechselte Tobias Böhme, der nach Vorlage des quirligen Marvin Demasi aus fünf Metern über das Tor schoss. Auch eine Rote Karte für Fatih Karabas wegen Beleidigung brachte nicht den erwünschten Vorteil für Glehn. Kurz vor Ende der Partie gab es dann noch einen großen Aufreger: Nach einer missglückten Befreiung des Abwehrchefs Sebastian Kehls, der in einer Bogenlampe mündete, köpfte ein Büttger Spieler den Ball von der Strafraumgrenze Richtung Tor. Torwart Schmitz ging zum Ball, räumte dabei aber den ehemaligen Oberligaspieler Martin Osei ab. Der stets aufmerksame Schiedsrichter Patrick Rudolf zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, ließ sich aber von seinem Assistenten an der Seitenlinie Tim Strube, der einen sehr guten Blick auf das Spielgeschehen hatte, überstimmen und entschied schlussendlich auf Abseits. Die Nachspielzeit spielten die Blau-Weißen dann recht souverän runter und so steht am Ende ein glücklicher, aber insgesamt verdienter Auswärtssieg für Glehn zu Buche.

     „Nach dem Führungstreffer haben wir nicht mehr mit der letzten Konsequenz gepresst wie davor. Außerdem haben wir unsere Konterchancen zu schlecht ausgespielt, sonst wäre das Spiel schon viel früher entschieden gewesen. Büttgen hat nachher alles nach vorne geworfen und so wurde es dann in der einen oder anderen Situation noch mal brenzlig, aber wir haben das Ergebnis mit einigen Ausnahmen einigermaßen souverän über die Zeit bekommen“, so Böhme, der den Sieg mit seinen Mannschaftskameraden noch lange nach Rückkehr auf den Glehner Sportplatz feierte. „Allerdings mit der gebotenen Zurückhaltung, denn noch haben wir ja nichts erreicht“, so Böhme. Denn die aktuelle Konstellation in der Bezirksliga könnte der Kreisliga A bis zu vier Absteigern bescheren. Dann würde erst der aktuell erreichte Tabellenplatz 12 zum Klassenerhalt reichen und sogar der Tabellenneunte SVG Grevenbroich darf sich noch nicht auf der sicheren Seite wähnen.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten:

SVG Grevenbroich (9. Tabellenplatz/44:55 Tore/32 Punkte)
SF Vorst (A)
DJK Hoisten (H)

VdS Nievenheim II (10./46:66/32)
SC Grimlinghausen (A)
SG Neukirchen-Hülchrath (H)

SG Neukirchen-Hülchrath (11./38:63/29)
SVG Weißenberg (H)
VdS Nievenheim II (A)

SV Glehn (12./36:62/29)
DJK Hoisten (A)
1. FC Grevenbroich-Süd (H)

SSV Delrath (13./33:59/29)
DJK Novesia (A)
SC Grimlinghausen (H)

VfR Büttgen (14./52:78/28)
BV Wevelinghoven (H)
FC Zons (A)

DJK Hoisten (15./51:69/27)
SV Glehn (H)
SVG Grevenbroich (A)

 

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