Herber Rückschlag im Abstiegskampf in Vorst

Glehns Kapitän Stephan Janßen mühte sich in Vorst vergeblich (Foto: Fupa.net)

     Der SV Glehn hat eine Woche nach dem 2:1-Sieg über den SSV Delrath beim 0:4 (0:1) bei den Sportfreunden Vorst wieder einen herben Rückschlag hinnehmen müssen und dabei ein trotz breiter Brust vor Spielbeginn ein richtungsweisendes Match gegen die direkte Konkurrenz verloren. Mit einem erneuten Sieg hätten sich die Glehner mit Vehemenz im Abstiegskampf zurück melden können.    

     Mit von der Partie waren Rückkehrer Philipp Homberg in der Innenverteidigung und Routinier Thomas Dreuw im Tor, der den kurzfristig erkrankten Stefan Schmitz vertreten sollte. Zudem traf kurz vor Spielbeginn noch Simon Hilliges, quasi direkt aus Neuseeland kommend, auf dem Vorster Sportplatz ein. Der Angreifer hatte damit sicherlich die längste Anreise zu einem Auswärtsspiel in der Geschichte des SV Glehn hinter sich. Gelbgesperrt fehlten Gari Zigunov und Rainer Hoffmann.

     Das Spiel startete mit einer starken ersten halben Stunde der Glehner Gäste. Zwar hatte Vorst bereits nach fünf Spielminuten nach einer vermeintlichen Abseitsstellung eines Angreifers einen Pfostentreffer, die zahlreicheren und teils noch besseren Chancen hatten aber die Glehner. Niklas Jonas, einer der auffälligsten Offensivkräfte, bediente beispielsweise in der 18. Minute den durchstartenden Fabian Zierau, der frei vor dem Torwart aus vollem Lauf knapp am linken Pfosten vorbei zielte. Jonas hatte dann drei Minuten später selbst die Gelegenheit die Führung zu erzielen, scheiterte aber von der Strafraumgrenze am gut parierenden Vorster Schlussmann Sebastian Schrotz.

     Thomas Maassens Urlaubsvertretung Markus Drillges hatte die Mannschaft vor dem Spiel gut eingestellt und beobachtete relativ gelassen das Geschehen auf dem Feld. Er sah eine gute Leistung seiner Mannschaft und schien guter Hoffnung, auch in diesem Spiel Zählbares einfahren zu können. Diese Hoffnung wurde in der 32. Minute dann zum ersten Mal gedämpft: Nach einer Freistoßflanke in den Glehner Strafraum kam es zu einem wilden Gestocher um den Ball. Kein Glehner Spieler konnte diesen aus der Gefahrenzone klären und schlussendlich landete das Leder vor den Füßen eines direkt vor Keeper Dreuw aus deutlicher Abseitsposition postierten Vorsters Matthias Berg, der aus vier Metern mit der Hacke den Ball im Tor unterbrachte. Allen Protesten, die auch nach dem Studium des Videomaterials auf „Fupa TV“ gerechtfertigt erschienen, zum Trotz, entschied der Schiedsrichter Martin Enkel auf Tor und somit für das 1:0 für die Hausherren.

     Kurz nach Wiederanpfiff erfolgte dann der zweite Rückschlag.  Nach einem abgeblockten Fernschuss der Vorster passt ein nachgerückter Spieler den Ball flach in den Fünfmeterraum, wo in Andie Cebulski ein weiterer Stürmer im Zweikampf gegen Philip Homberg die Fußspitze etwas früher an den Ball bekam und zum 2:0 einschieben konnte. Kurz darauf hätte Zierau den Anschlusstreffer erzielen können. Nach Flanke von Jonas stand der Youngster komplett blank am zweiten Pfosten und nahm den Ball volley aus der Luft. Leider ging der technisch anspruchsvolle Seitfallzieher aus knapp sieben Metern über das Tor.

     In der 60. Minute brachte Drillges dann mit Markus Bresser eine weitere Offensivkraft und stellte die Zeichen somit auf Angriff. Allerdings verpassten die Glehner es zu oft, den hinten eroberten Ball über das Mittelfeld nachhaltig an die Offensive zu übergeben, so dass fast keine zwingenden Torchancen mehr erspielt werden konnten. In der 76. Minute folgte dann die dritte abseitsverdächtige Situation nach langem Ball aus der Abwehr der Heimmannschaft. Ein Vorster Stürmer nimmt den Ball aus der Glehner Hälfte kommend auf und ging alleine auf Torwart Dreuw zu. Der konnte ihn zunächst gut am Torschuss hindern, war aber beim Querpass und der anschließenden Abnahme des mitgelaufenden Angreifers Philipp Klimbt zum 3:0 machtlos. In der Nachspielzeit musste dann sogar noch das 4:0 durch den eingewechselten Jan Dubbel eingesteckt werden. Alles in allem also ein gebrauchter Tag für alle aus Glehn mitgereisten Beteiligten und Zuschauer.

     „Aufgrund der zweiten Hälfte, in der Glehn nach vorne fast gar nicht mehr statt fand, sah man einen sicher nicht unverdienten Sieg für die Gastgeber. Mit einer frühen Führung in Halbzeit eins wäre hier was zu holen gewesen, das haben wir aber leider verpasst. Besonders ärgerlich sind natürlich die beiden Tore aus abseitsverdächtiger Position, gerade das 1:0 hat die Glehner leider etwas aus dem Takt gebracht“, sagte ein enttäuschter zweiter Vorsitzender Patrick Förster. "Nun gilt es die aufgrund des Totensonntags spielfreie Zeit zu nutzen um diesen Rückschlag zu verdauen und neue Kräfte zu sammeln. Bereits am 30. November um 20:00 Uhr gastiert dann mit dem Spitzenreiter aus Delhoven der aktuell dickmöglichste Brocken im Glehner Sportpark.

 

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