Hattrick von Niklas Jonas entschied die Wasserschlacht von Delrath für Glehn

     Ein lupenreiner Hattrick von Niklas Jonas zwischen der 52. und 80. Minute zum 4:1 (1:1) entschied die Wasserschlacht von Delrath für den SV Glehn und verschaffte der Elf von Trainer Markus Drillges wieder große Hoffnung im Abstiegskampf. Thomas Kallen hatte unter Vorarbeit von Jonas den Führungstreffer für den SVG, der sich damit auf den 14. Tabellenplatz vorschob, erzielt.


Note 1 für einen überragenden Niklas Jonas

     Bei strömenden Regen auf dem Delrather Aschenplatz, der in den kommenden Monaten einen Kunstrasenbelag erhalten wird, kamen die Gastgeber zunächst etwas besser mit den nahezu irregulären Platzverhältnissen zurecht. In den zahlreichen Pfützen an den Seitenlinien blieb der Ball stecken und ließ kein geordnetes Passspiel  zu. Insofern durfte man bereits bei Spielbeginn davon ausgehen, dass Torgefahr entweder durch Platzfehler oder durch Standard-Situationen entstehen würde.

     Dennoch gehörte der erste gefährliche Angriff in der fünften Minute gleich den Gästen, die auf Rainer Hoffmann nach abgesessener Rotsperre zurückgreifen konnten. Bei einem Angriff über den Routinier gelang der Ball auf den zunächst als Sturmspitze aufgebotenen Kapitän Stephan Janßen, der aber den Ball durch Pfützenbildung nicht kontrollieren konnte. Delrath klärte im letzten Moment zu Ecke.  Der durch Jonas getretene Eckball fand den Kopf von Kallen, der höher als seine Gegner stieg und zur Glehner Führung einnetzte. Ebenfalls per Eckball glichen die Dormagener durch Dimitrios Papapostolou aus, als der Ball an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum segelte und der Grieche ihn aus kurzer Distanz unter die Latte knallte (15.). Auf der Gegenseite wurde die erneute Glehner Führung durch Hoffmann in der letzten Sekunde abgeblockt (17.).


Thomas Kallen steigt höher als der Rest und köpft zum 1:0 für Glehn ein

     In der 30. Minute dann Hiobsbotschaften auf beiden Seiten: Zunächst musste Delraths reaktivierter Spielmacher Sascha Querbach verletzungsbedingt raus, dann rasselten auf Glehner Seite Sebastian Kehls und Philipp Homberg mit den Köpfen zusammen. Während Kehls, der eine fehlerfreie Partie in der Abwehrkette ablieferte, weiterspielen konnte, musste Homberg mit einer dicken Platzwunde im Gesicht ins Krankenhaus. Für ihn kam A-Jugend-Kapitän Jonas Jurczyk und rückte auf die Rechtsverteidigerposition. Bis zur Pause konnten sich beide Teams keine nennenswerten Torchancen mehr erspielen.

     Nach dem Seitenwechsel kam wieder Delrath zunächst besser aus den Startlöchern, ein Kopfball von Papapostolou ging über das Tor. Dann kam aber der große Auftritt des 21 Jahre alten Glehner Eigengewächses:  In der 52. Minute entpuppte sich ein Befreiungsschlag von Jurczyk als eine prächtige Vorlage auf den schnellen Youngster, der seinem Gegenspieler davonzog und kaltschnäuzig vor dem Tor ins lange Eck zum 2:1 für Glehn verwandelte. Nur eine Minute später hätten die blau-weißen Gäste  auf 3:1 erhöhen können, doch Janßen stand bei der Vorlage von Jonas knapp im Abseits.



Garri Zigunov musste in der Pause angeschlagen raus

     Der in Schlich beheimatete Jonas war in der Folge an jeder torgefährlichen Situation beteiligt: In der 70. Minute führte sein Freistoß zur nächsten Großchance, doch der eingewechselte Timo Pesch und Luca Peters, der eine blitzsaubere Vorstellung auf der linken Abwehrseite gab, behinderten sich beim Kopfball gegenseitig. In der 75. Minute sendete Delrath nochmals ein Lebenszeichen, als Jeton Bunjako von der halblinken Strafraumgrenze abzog, sein Ball das Tor aber um gut zwei Meter verfehlte. Es war die einzige Chance, die die Glehner Defensive aus dem Spiel heraus zuließ.

     Auf der Gegenseite führte ein direkt verwandelter Freistoß von Jonas in der 79. Minute für die Entscheidung. Der aus 26 Metern perfekt getretene Ball ließ Keeper Nils Annas nicht den Hauch einer Abwehrchance. Zwei Minuten später setzte  der überragende Jonas mit dem 4:1 nach sehr guter Vorarbeit von Hoffmann, der sich gut auf links durchsetzte, den Deckel auf den Glehner Sieg.

     Delraths Trainer Frank Korsten haderte nach der Partie mit seiner Mannschaft: „Klar war das heute aufgrund der Platzverhältnisse auch etwas Lotterie. Aber ich muss meinem Team den Vorwurf machen, dass wir uns nur 30 Minuten gewehrt haben. Glückwunsch an Glehn an einen verdienten Sieg.“  Sein Gegenüber Markus Drillges war dagegen sichtlich zufrieden: „Ich war zu keinem Zeitpunkt der Partie nervös, Delrath hatte bei diesen Verhältnissen nicht die spielerischen Mittel, um unsere Defensive zu destabilisieren. Bei unseren Jungs hat dagegen die Einstellung von der ersten bis zur letzte Minute gestimmt. Jetzt haben wir den Abstiegskampf fast wieder selbst in eigener Hand.“ Nach der Pfingstpause erwarten die Glehner die Sportfreunde Vorst zum Showdown, ehe die Drillges-Truppe am 3. Juni zum Meister FC Delhoven reisen muss.

 

 

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