Glehn feiert den Klassenerhalt trotz Niederlage gegen "Süd"

     Der SV Glehn spielt trotz einer 2:3 (2:1)-Niederlage gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd im kommenden Jahr weiter in der Kreisliga A. Die Elf von Trainer profitierte von den Patzern der Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt am letzten Spieltag und sicherte sich mit dem Tabellenplatz 12 den ersten Nichtabstiegsrang. Die Kreisliga A verlassen müssen die DJK Hoisten, die SG Neukirchen-Hülchrath, der VfR Büttgen und der bereits als Absteiger feststehende SC Grimlinghausen.

     Die Konstellation in den fünf Abstiegsendspielen erforderte es, dass Glehn nur mit einem eigenen Sieg sicher im nächsten Jahr „erstklassig“ bleiben würde. Und so begannen die Franken-Schützlinge hochkonzentriert: Bereits in der vierten Minute sorgte Niklas Jonas für das 1:0, als Simon Hilliges sich über links durchsetzte und der Ball über Umwege in den Strafraum kam. Der Youngster fackelte nicht lange und drosch den Ball aus 11 Metern mit seinem linken Fuß in den Torwinkel.

     Dies galt wie ein Weckruf für die „Südstädter“, die sich nicht dem Verdacht aussetzen wollten, Wettbewerbsverzerrung zu betreiben und die ihrem Trainer Peter Hanschmann trotz bereits erreichter Saisonziele einen würdigen Abschied bereiten wollten. In der 9. Minute durfte Sturmführer Murat Köktürk am Strafraum aufdrehen und seinen Schuss aus der Drehung lenkte Glehns Torhüter Stefan Schmitz um den Pfosten. Nur eine Minute später erzielte Kapitän Marcel Woop den Ausgleich, als der Mittelfeldspieler nach einer Ecke frei im Strafraum an den Ball kam und Schmitz mit einem Flachschuss keine Abwehrchance ließ.

     Der SV Glehn ließ sich durch den Gegentreffer aber nicht beirren und spielte weiter konsequent nach vorne: Eine Verlegenheitshereingabe von Rainer Hoffmann erreichte Hoffmann, dessen verunglückter Schuss zunächst Garri Zigunov verfehlte, aber Simon Hilliges dann mit etwas Glück an seinem Abwehrspieler Hannes Goetz vorbei ins Netz stochern konnte (15.). Noch vor dem Seitenwechsel hätte Glehn auf 3:1 erhöhen können, doch Eren Otlu scheiterte aus kurzer Distanz nach Freistoß von Christian Böhme, der sein letztes Spiel für den SV Glehn bestritt, am Keeper Oguzhan Koyun (29.).

     „Süd“ antworte aber nochmals, als in der 32. Minute ein Kopfball von Köktürk nach Freistoß von Florian Kemmerling auf die Oberkante der Latte prallte. Im Gegenzug erreichte eine Kombination über Zigunov Demasi, dessen Schuss dann aber im allerletzten Moment geblockt werden konnte. Der quirlige Demasi hatte auch zwei Minuten später die nächste Chance, doch seine Mischung aus Torschuss und Hereingabe fand keinen Abnehmer. Die Grevenbroicher Gäste schockten dann unmittelbar nach dem Wiederanpfiff des schwachen Schiedsrichters Benjamin Destpak die Gastgeber. Maurice Woop konnte, allerdings aus vermeintlicher Abseitsposition von Jonas nicht entscheidend gestört werden und seine Hereingabe fand den eingewechselten Andree Häntsch, der aus kurzer Distanz nur noch zum 2:2 einzuschieben brauchte. Nur drei Minuten später hätten die Glehner den Ausgleich wieder reparieren können: Zigunov hatte mit einem feinen Pass Demasi freigespielt. Der umkurvte Koyun, brachte aber anschließend mit hoher Geschwindigkeit den Ball nicht im Tor unter.

     Glehn spielte weiter auf Sieg, eine Flanke von Demasi fand Hilliges, dem der Ball über den Scheitel rutschte (53.). in der 62. Minute fiel dann der Grevenbroicher Siegtreffer, als sich der selten zu bremsende Kemmerling gegen seinen Gegenspieler Rainer Hoffmann durchsetzte und in den Strafraum flankte, wo Köktürk nur noch seine breite Brist hinhalten musste. Bei schwülwarmen Temperaturen war dies wie ein Nackenschlag für die Glehner die fortan offensiv nicht mehr gut in die Zweikämpfe kamen. Bis zur Nachspielzeit hatten die Franken-Schützlinge dann nur noch einige Halbchancen bin auf einen Kopfball von Jonas, der nach Flanke von Hoffmann nur knapp verzog. Die sieben Minuten Extra-Spielzeit hatten es dann aber in sich: Zunächst scheiterte der eingewechselte Philipp Homberg mit einem Schuss an einem Abwehrbein der Südstädter, dann wird sein Kopfball vom Grevenbroicher Keeper stark über die Latte gelenkt. Bei einer Serie von vier Eckbällen nacheinander brachte jede Hereingabe reichlich Torgefahr, vor allem, weil sich auch Keeper Schmitz im Strafraum in jeden Ball stürzte. Der Ball wollte aber nicht mehr über die Linie.

     Folglich gab es nach dem Abpfiff zunächst betretene Mienen auf Seiten der Gastgeber. Doch nach dem Bekanntwerden der Konkurrenz-Ergebnisse war die Freude über den Klassenerhalt groß. Der SV Glehn spielt damit 2017/18 im fünften Jahr in Serie „erstklassig“ und ließ sich von der Saison-Rekordkulisse von 180 Zuschauern ausgiebig feiern. Beim anschließenden Saisonausklang verabschiedeten die Glehner Spieler ihren scheidenden Trainer Franken als „unabsteigbar“

 

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