Glehn belohnt sich nicht für eine starke Mannschaftsleistung

"Fabian hat heute eine klasse Leistung abgeliefert": Coach Maaßen war begeistert über den Auftritt des Youngsters

     „Wir haben uns heut schlichtweg nicht für eine starke Mannschaftsleistung belohnt“, sagte Glehns Trainer Thomas Maaßen nach dem 1:2 (0:0) beim Tabellensiebten BV Wevelinghoven, das im zwölften Saisonspiel die neunte Niederlage in Serie bedeutete. Sein Gegenüber Michael Ende stimmte in diesen Eindruck ein: „Unser Gegner hätte heute mit Sicherheit einen Punkt verdient gehabt. A-Jugend-Spieler Fabian Zierau hatte den SV Glehn gar nach dem Seitenwechsel in Führung geschossen.

     Beim Tabellenschlusslicht blieb die Personalsituation auch vor dem Spiel weiter angespannt und der durch Verletzungen und Urlaube dezimierte Kader wurde mit Ergänzungen und Verstärkungen aus A-Jugend und Reserve auf immerhin 13 gesunde Spieler gebracht. Trotzdem stand mit dem Anpfiff eine schlagfertige Truppe auf dem Platz, die ab der ersten Minute gut ins Spiel fand und schon in der Anfangsphase auf Augenhöhe mit den Gastgebern, gegen die man im vergangenen Jahr noch 0:6 unterlag, agierte.

     Die erste Chance gehörte dennoch dem BVW: Den Schuss aus spitzem Winkel konnte der zum zweiten Mal zwischen den Pfosten eingesprungene Routinier Thomas Dreuw über das Glehner Tor lenken. Zehn Minuten später hatte Glehn dann eine erste gute Gelegenheit. Nach einem Foul an Zierau kurz vor dem Strafraum entschied Schiedsrichter Heinz Hübinger auf Freistoß. Aus guter Position setzte der von Niklas Jonas getretene Ball kurz vor dem Torwart auf. Allerdings war kein Glehner Spieler zur Stelle, der den Abklatscher von Keeper Alexander Höchst hätte verwerten können. In der 21. Minute hatte Jonas erneut die Chance einen Freistoß zu verwandeln. Erneut wurde der auffällig agierende Zierau gefoult, diesmal knapp 20 Meter vor dem Tor. Der Glehner Freistoßexperte erwischte aber etwas zu viel Rücklage und der Ball ging recht weit über das Tor. Weitere nennenswerte Chancen gab es nicht, insgesamt sahen die Zuschauer aber eine sehr unterhaltsame und intensive erste Halbzeit. „Beide Mannschaften investierten viel, wobei es den Wevelinghovenern sichtlich schwer fiel, gegen die gut stehenden Glehnern fruchtbare Ideen zu entwickeln“, sagte Glehns 2. Vorsitzender Patrick Förster in der Halbzeitpause. „Unsere Truppe hingegen nahm den Kampf an, zeigte eine mannschaftlich geschlossen gute Einstellung, viel Laufbereitschaft und Präsenz in den Zweikämpfen“, so Förster weiter.

     Die zweite Hälfte begann mit druckvoll auflaufenden Grevenbroichern, deren Trainer Ende in der Kabine dir richtigen Worte gefunden zu haben schien. In der 49. Minute wurde es zum ersten Mal eng für Glehn: Eine Ecke der Gastgeber konnte Kapitän Stephan Janßen mit dem Kopf nur vor die Füße eines Gegners klären, der Nachschuss wurde leicht abgefälscht und ging zum Glück für den SVG knapp am linken Pfosten vorbei. Glehn bekam Ball und Gegner anschließend nicht mehr richtig aus der eigenen Hälfte heraus und Wevelinghovens Führung lag in der Luft.

     Mitten rein in die Druckphase konnte Glehn dann in der 52. Minute einen ersten Konter setzen. Der Ball kam aus der Abwehr auf den schnellen Marvin Demasi, der das Tempo sofort aufnahm und den Ball klasse auf den startenden Fabian Zierau durchsteckte. Der überzeugte erneut mit guter Ballmitnahme, brachte sich in Position und schoss den Ball aus knapp 20 Metern den Ball unhaltbar unten rechts ins Tor.

     Nach der Führung fand Glehn wieder besser ins Spiel und in die Zweikämpfe, die erste Druckphase schien überstanden. In der 59. Minute wurde Wevelinghoven am Strafraumeck ein Freistoß zugesprochen. Der erste Versuch ging direkt in die Mauer, allerdings prallte der Ball BWV-Spielmacher Benedikt Klasen so vor die Füße, dass dieser das Leder sehenswert im Nachschuss unhaltbar für Dreuw im langen Eck unterbringen konnte.

     Das Spiel gestaltete sich nun wieder offener. Ein paar Minuten später erneut eine gute Chance für Glehn: Wieder waren es die gut harmonierenden Demasi und Zierau, die sich schnell durch das Mittelfeld kombinierten und den Ball von außen flach zum in der „Box“  lauernden Niklas Jonas flanken konnten. Die Abnahme war leider etwas zu zentral, so dass Höchst gerade noch die Füße an den Ball bekommen konnte.  Zwölf Minuten vor dem Ende fiel zum Leidwesen der Gäste das 2:1 für Wevelinghoven, erneut nach einer Standardsituation. Ein Freistoß von der Außenlinie zwischen Mittellinie und Strafraum fand zunächt keinen Abnehmer, konnte von der Glehner Abwehr aber nicht ausreichend geklärt werden. Es kam im Torraum zu einem Gestocher um den Ball, welches der Wevelinhovener David Bienefeld am schnellsten überblickte und zur Führung einschob. Ob Heimstürmer Dustin Thissen, der in der Situation dem Glehner Torwart Dreuw die Sicht nahm, im Abseits stand, ist nicht klar auszumachen. Seine Aussage, er sei extra nicht mehr an den Ball ran gegangen um einen Abseitspfiff zu vermeiden lässt vielleicht darauf schließen. Schiedsrichter Heinz Hübinger jedenfalls hatte gute Sicht und gab den Treffer, demnach waren anschließend alle Diskussionen hinfällig. Bis zum Schlusspfiff hatten beide Teams jeweils noch eine Kopfballchance, zudem gab es noch einen Schuss von Reiner Hoffmann, der aber rechts am Tor vorbei ging. Die Nachspielzeit brachte keine weiteren Möglichkeiten zum Ausgleich mehr.
 
     „Letztendlich eine sehr ärgerliche Niederlage für unsere Mannschaft, die sich alles andere als ein Absteiger präsentiert hat und leider für ein gutes Spiel nicht belohnen konnte. Besonders ärgerlich dabei ist, dass beide Gegentreffer aus Standardsituationen entstanden sind. Wenn die Einstellung und Leistung in den kommenden Spielen weiter so gezeigt werden, kann zeitnah sicherlich auch Zählbares verbucht werden. Der Auftritt gestern hat jedenfalls gezeigt, dass die Mannschaft sich noch lange nicht aufgegeben hat“, sagte ein enttäuschter, zugleich aber hoffnungsvoller 2. Vorsitzender. Denn die Tabellenkonstellation lässt weiter alle Möglichkeiten offen: Dazu ist im Sechs-Punkte-Spiel am kommenden Sonntag gegen den SSV Delrath aber ein Heimsieg vonnöten. Mit einem Erfolg würde die Maaßen-Truppe an den Dormagenern vorbeiziehen.

     Im Heimspiel in der Woche zuvor gegen den TuS Hackenbroich ließ aber das dringend benötigte Erfolgserlebnis auf sich warten. Die Glehner gingen durch einen Doppelschlag in der 13. Und 14. Minute 0:2 in Rückstand und erholten sich davon nicht mehr. Zunächst brachte Philipp Homberg einen Dormagener Stürmer aus eher ungefährlicher Situation im Strafraum zu Fall und Hackenbroichs Tim Rubink verwandelte den anschließenden Strafstoß sicher zum 0:1. Nur eine Minute später sorgte ein Missverständnis zwischen den ansonsten gut spielenden A-Jugend-Youngstern Enrico Dautzenberg und Sebastian Steen zwischen den Pfosten für eine Verdopplung des Rückstandes. „Wir waren heute einfach nicht in der Lage, Druck nach vorne zu erzeugen und so den Anschlusstreffer zu erzwingen, der dem spiel nochmals eine Wende hätte geben können“, so Dautzenberg nach der Partie. 

 

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