4:3-Sieg in Delhoven reicht nicht: Glehn muss nach fünf Jahren wieder in die Kreisliga B

     Selten hat ein Sieg so bitter geschmeckt: Der SV Glehn dreht mit einer nicht nur kämpferisch überzeugenden Leistung einen 0:3-Rückstand bei Meister FC Delhoven in einen 4:3 (2:3)-Sieg, muss aber trotzdem den Gang in die Kreisliga B antreten, da das erhoffte Remis zwischen der SG Kaarst II und dem VdS Nievenheim ausgeblieben ist. Die Dormagener retteten sich durch einen 3:1-Erfolg am letzten Spieltag. Fabian Zierau (2), Eren Otlu und Rainer Hoffmann erzielten die Tore für den SV Glehn.


Sebastian Steen pariert den Delhovener Elfmeter

     Dabei sah es lange Zeit überhaupt nicht nach einem Erfolg der Blau-Weißen auf dem Delhovener Rasenplatz aus. Bereits in der 5. Minute wurde die Glehner Abwehr mit einem langen Einwurf überrumpelt, Sebastian Kehls konnte den Stürmer nur per Foulspiel im Strafraum am Abschluss hindern. Der gute Schiedsrichter Sören Werner entschied folgerichtig auf Strafstoß und Gelb für Kehls. Den von Roman Albrecht getretenen Elfmeter parierte Sebastian Steen mit einem Hechtsprung (5.). Drei Minuten später hätte Glehn dann in Führung gehen können, doch Werner verwehrte dem vermeintlichen 1:0 durch Simon Hilliges per Kopf nach Ecke von Marvin Demasi die Anerkennung. Kapitän Stephan Janßen, der trotz Rubbelrather Schützenfest sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, hatte nach Ansicht Werners Keeper Lukas Hermes regelwidrig im Fünf-Meter-Raum behindert.


Eigentlich regelkonform. Doch Schiedsrichter Werner sah hier ein Foulspiel von Stephan Janßen

     Glehn blieb weiter bestimmend in der Partie. Einen Flachschuss von Eren Otlu holte Hermes aus der Ecke (12.). Danach begann die Viertelstunde der Gastgeber: Zunächst führte ein weiterer langer Einwurf zum 1:0, als Thomas Kallen die Hereingabe nicht verhindern konnte und Luca Peters einen Schritt zu spät gegen Meikel Kupper kam (18.). Fast im Gegenzug hätte Glehn ausgleichen können, doch Zierau scheiterte nachdem er die halbe Delhovener Abwehr im Strafraum ausgetanzt hatte, an einem Abwehrbein.

     In der 29. Minute erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Otlu konnte im Mittelfeld seinen Gegenspieler nicht stellen, der passte auf Marcel Klein, dessen Schuss Steen noch gut parieren konnte. Den Abstauber verwertete erneut Kupper (29.). Nach dem 3:0 durch Florian Jeschke konnte einem angst und bange um den SV Glehn werden: Eine Ecke wurde wieder nicht gut verteidigt, der Ball kam 20 Meter vor dem Tor zu Jeschke, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ und dann mit links in die lange Ecke unhaltbar für Steen schlenzte (33.). Vier Minuten später setzten die Gäste nochmals ein Lebenszeichen, als ein Freistoß von Demasi aus dem Halbfeld an Freund und Feind vorbeisegelte und das Tor nur knapp verfehlte.

    Glehn gab das Spiel noch nicht auf, Rainer Hoffmann passte auf Otlu, der sich im Strafraum mit Macht durchsetzte und auf 1:3 verkürzte (43.). Eine Minute später hatte Glehn Glück, dass Werner eine Abseitsstellung von Hilliges übersah. Dessen Hereingabe vollendete Zierau zum 2:3-Anschluss noch vor der Pause.

     Delhoven kam mit Wut im Bauch aus der Kabine und erspielte sich gleich zwei gute Chancen. Zunächst parierte Steen stark gegen Jeschke (46.), dann setzte Klein alleine auf den Glehner Keeper zulaufend in der 49. Minute den Ball neben den Pfosten. Dagegen schaffte Glehn in der 53. Minute den Ausgleich. Einen Freistoß von Demasi konnte Hermes nur nach vorne abklatschen lassen, Zierau stand goldrichtig und staubte zum 3:3 ab. Der A-Jugend-Goalgetter war auch maßgeblich am Glehner Siegtreffer beteiligt, nach Freistoß von Demasi riss Fabian Kotulla das Lichtgewicht im Strafraum um. Hoffmann ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 3:4. Glehn hatte damit das Spiel komplett gedreht.

     Dieser Treffer zeigte Wirkung bei den Gastgebern, die sich zwar mit der Niederlage nicht abfinden wollten, aber im Spiel nach vorne nichts mehr zwingend zustande brachten. Glehn verteidigte leidenschaftlich und ließ keine Torchance mehr zu. Nach dem Abpfiff des Unparteiischen musste aber der Jubel ausbleiben, die Partie in Kaarst war noch nicht beendet und beim Stand von 1:2 kurz vor dem Schlusspfiff bestand noch Hoffnung auf den Glehner Klassenerhalt. Der musste nach dem Treffer zum 1:3 dann wenige Minuten später begraben werden.

     Der SV Glehn geht nach vier Jahren Abstiegskampf in Folge erhobenen Hauptes in die Kreisliga B. Bis auf Niklas Jonas, den es nach 16 Jahren SV Glehn zu den Sportfreunden Neuwerk zieht, bleiben alle Leistungsträger dem Verein erhalten. Mit der aufrückenden A-Jugend, die die abgelaufene Saison als Dritte der Leistungsklasse beendete kann der sofortige Wiederaufstieg in Angriff genommen werden. Bereits am kommenden Donnerstag startet mit einem gemeinsamen Kennenlerntraining mit dem neuen Trainer Ralf Koschut das Projekt „Wiederaufstieg“.

 

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